Warum Selbstfürsorge nicht nur persönlich, sondern gesellschaftlich relevant ist – und warum Momself entstanden ist
Ich bin Coach für Radical Selfcare geworden, weil ich selbst erlebt habe, was passiert, wenn Selbstfürsorge keine Priorität hat – weil ich weiß, wie es sich anfühlt, sich selbst hintenanzustellen, bis nichts mehr geht.
Meine eigene Erfahrung mit emotionaler Erschöpfung und Depressionen (noch bevor ich Mutter wurde) hat mir gezeigt: Selbstfürsorge ist keine Belohnung, die man sich irgendwann verdient – sie ist essenziell, um langfristig gesund zu bleiben – körperlich, emotional und mental.
Ich beschäftige mich seit Jahren intensiv mit Selbstfürsorge, emotionaler Resilienz und den gesellschaftlichen Strukturen dahinter, weil ich selbst Suchende bin und weil ich sehe, dass so viele Frauen* mit den gleichen Herausforderungen kämpfen.
Lange habe ich geglaubt, dass ich erst alles erledigen, für andere da sein und alle Punkte auf der To-do-Liste abgehakt haben muss, bevor ich mir selbst Zeit für mich nehme. Doch diese Zeit kam nie…
Ich wusste ehrlich gesagt auch gar nicht so richtig, was ich in dieser Zeit mit mir anfangen sollte, weil ich auch gar nicht richtig benennen konnte, was überhaupt meine Bedürfnisse sind oder was mich wirklich entspannt. Demnach schien mir Selfcare auch gar nicht so wichtig.
Warum Selbstfürsorge so einen großen Unterschied macht
Ich sage nicht, dass Selbstfürsorge alles plötzlich leicht macht. Sie nimmt nicht alle Herausforderungen weg, löst nicht alle Probleme und bedeutet nicht, dass das Leben danach immer entspannt ist.
Aber sie verändert, wie wir mit all dem umgehen.
- Selbstfürsorge verändert unsere innere Haltung: Ich treffe Entscheidungen bewusster, setze gesündere Grenzen und nehme mich selbst ernster.
- Sie stärkt unser allgemeines Wohlbefinden: Ich erkenne früher, wenn ich in die Erschöpfung rutsche, und kann gegensteuern.
- Sie gibt uns ein stabileres Standing im Leben: Ich bin weniger fremdbestimmt, weil ich klarer sehe, was ich brauche – und was nicht.
- Sie schafft Vertrauen in uns selbst: Ich merke, dass ich nicht immer funktionieren muss, um wertvoll zu sein.
- Und ja, sie bringt auch Sinnhaftigkeit. Denn wenn ich weiß, was mir guttut, kann ich auch bewusster gestalten – mein Leben, meine Beziehungen und meine Energie.
Und dann wurde ich Mutter – und Selbstfürsorge wurde noch relevanter als je zuvor
Ich dachte, ich hätte das Thema verstanden. Ich wusste, wie wichtig es ist, gut für sich selbst zu sorgen. Aber nichts hat mich so sehr mit dieser Realität konfrontiert wie das Muttersein.
Plötzlich wurde das, was vorher schon herausfordernd war, noch einmal auf ein ganz anderes Level gehoben.
- Zeit für mich? Noch knapper.
- Verantwortung? Noch größer.
- Erwartungen? Noch mehr – von außen und von mir selbst.
- Energie? ...
Und genau deshalb wurde Selbstfürsorge noch essenzieller.
Denn wenn ich mich nicht um mich kümmere, wer dann? Wenn ich mich selbst verliere – in der Fürsorge, in der Erschöpfung, in den Erwartungen – wer bleibt dann übrig?
Diese Erkenntnis hat mich zu Momself geführt.
Ich habe die Momself Community gegründet, weil ich gemerkt habe: Selbstfürsorge ist für Mütter nicht nur relevanter denn je, sondern eine Überlebensstrategie.
Warum es die Momself Community gibt
- Weil es einen Raum braucht, in dem wir über diese Herausforderungen sprechen können – ohne Druck, ohne Perfektionismus.
- Weil Mütter oft für alle anderen da sind, aber kaum eine Struktur existiert, die für sie da ist.
- Weil Selbstfürsorge als Mutter nicht bedeuten kann, einfach nur „Me-Time“ in einen ohnehin schon vollen Alltag zu pressen – sondern weil es darum geht, sich selbst überhaupt wieder zu fühlen und ernst zu nehmen.
- Wenn wir als Mütter für uns sorgen, geben wir das auch an die nächste Generation weiter.
- Wenn wir aufhören, uns selbst zu verlieren, hinterfragen wir Strukturen, die uns in diese Rolle drängen.
Aber wie kann eine Community dabei helfen?
Indem wir uns gegenseitig erinnern, dass wir nicht allein sind. Oft denken wir, nur wir hätten diese Herausforderungen – doch in Wahrheit kämpfen so viele mit den gleichen Fragen, Zweifeln und Belastungen. In einer Community fühlen wir uns gesehen und verstanden.
Und wenn wir uns gegenseitig stärken, erschaffen wir eine Gesellschaft, in der Care-Arbeit – und damit auch Selbstfürsorge – als wertvoll anerkannt wird.
Möchtest du dabei sein?
Jeden Montag um 10 Uhr treffen wir uns online – ein offener Raum für Austausch, Reflexion, Übungen und Rituale.
Komm dazu, wenn du Teil von der Momself Community werden möchtest (oder es längst bist).
Und wenn du Lust auf persönliche Begegnungen hast: Jeden zweiten Donnerstag kommen wir im Tiny Hamburg zusammen.
Ich freue mich auf deine Anmeldung!
Amore 💛
Paula